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Warum ich plötzlich verschwunden bin – und warum ich jetzt neu anfange

  • Autorenbild: geraldinevivanconu
    geraldinevivanconu
  • 4. Feb.
  • 5 Min. Lesezeit

Hallo, ich bin Jery.


Und wenn du dich jemals gefragt hast: „Warum war sie plötzlich weg?“ dann ist dieser Text für dich.

Nicht als Drama. Sondern als Wahrheit. Und ja… vielleicht auch ein bisschen, weil ich weiß, dass Menschen gerne verstehen wollen, was wirklich passiert ist.


Ich schreibe diesen Blog nicht, um perfekt dazustehen.

Ich schreibe ihn, weil ich gelernt habe: Ein Neuanfang beginnt oft dort, wo etwas in dir zerbricht und du trotzdem weitergehst.


2020: Wie alles angefangen hat (und warum es so schnell gewachsen ist)

Ich habe 2020 angefangen, Videos zu machen – mitten in der Corona-Zeit.


Überall war Abstand. Masken. Keine Nähe. Keine Umarmungen.

In den Schulen: Distanz, Regeln, Verunsicherung.

Man hat es gespürt – viele Menschen waren innerlich leer, traurig, überfordert.


Ich habe damals nicht begonnen, weil ich „berühmt“ werden wollte.

Ich habe begonnen, weil ich dachte:

„Vielleicht kann ein Video genau heute einen Menschen aufrichten.“


Meine Inhalte waren Motivation, Reflexionen und auch Familien-Humor.

Und meine Kinder… sie hatten etwas Besonderes:

Sie konnten sich viele Dinge merken – und sie hatten einen klaren Blick auf Werte wie Respekt, Liebe, Treue und Menschlichkeit. Ich wollte ihnen Werte fürs Leben mitgeben – und daraus sind unsere Videos entstanden.


Und dann passierte etwas, womit ich nicht gerechnet habe:

Es fing an zu wachsen.


Erst die ersten 100 Follower – ich war so stolz.

Dann wollte ich 1000. Dann 10.000.

Dann 100.000. Dann 200.000. Dann 300.000…


Auf Facebook waren am Anfang genau zwei Likes da: meine Mama und meine Oma. Monatelang passierte nichts.

Aber ich habe weitergemacht. Immer wieder. Auf allen Plattformen. Mit Hoffnung.


Und irgendwann… ging es viral.

Heute sind es über eine halbe Million Menschen auf Facebook (Spanisch und Deutsch).


Das Schönste an dieser Zeit war nicht die Zahl.

Sondern dieses Gefühl:

„Meine Videos berühren Herzen. Das, was ich mache, hilft.“


Wann es gekippt ist: Neid, Hate – und Angst als Mama

Mit der Zeit habe ich mehr in Deutschland/Europa gepostet.

Und genau dort wurde der Ton härter.


Plötzlich kamen Kommentare, die nicht mehr Kritik waren, sondern pure Bösartigkeit:

Beleidigungen. Unterstellungen. Drohungen. Spott.


Viele Menschen fanden es „komisch“, dass Kinder über Werte sprechen.

Dass ein Kind über Respekt oder Treue redet.

Manche haben Dinge geschrieben, die ich als Mama kaum wiederholen kann.


Meine Kinder haben diese Kommentare nie gelesen. Zum Glück.

Aber ich… ich habe etwas anderes gespürt:

Meine Kinder waren nicht mehr unsichtbar.

Sie wurden erkannt. Menschen wollten Fotos.

Und ja – viele waren freundlich und lieb.

Aber ich wusste:


Wo es gute Menschen gibt, gibt es auch gefährliche.

Und es ist manchmal nur eine Frage der Zeit, bis die falschen Menschen dich finden.

Und ich fragte mich immer öfter:

Wie lange kann ich das noch verantworten?


Die Entscheidung: Ich habe alles gelöscht (über 6000 Videos)

Dann kam der Punkt, an dem ich entschieden habe:

Ich stoppe. Für ihre Sicherheit.


Ich habe alles gelöscht.

Nicht ein paar Clips. Nicht ein paar Monate.

Sondern: über 6000 Videos – auf mehreren Plattformen.


Und ich habe die Namen geändert – damit niemand über mich automatisch wieder bei meinen Kindern landet.

Ich habe aufgehört, sie zu zeigen.

Ich habe Grenzen gesetzt.

Wie sich das angefühlt hat?


Schmerz. Angst. Trauer.

Weil das nicht nur „Content“ war.

Das war Arbeit. Erinnerungen. Ein Teil unseres Lebens.


Und das Schlimmste war:

Ich habe unsere Videos später auf anderen Accounts gesehen – als Kopien, Reuploads, Remixe.

Sie waren noch da. Überall.

Nur nicht mehr bei mir.

Das hat wehgetan. Richtig.


Der Absturz danach: Algorithmus, Reichweite – und mein Kopf

Am Anfang waren noch Views da. Irgendwie.

Aber als ich die Namen geändert habe, ist es komplett eingebrochen.

Plötzlich nicht mal mehr 1000 Views.


Und in meinem Kopf lief nur noch dieser Satz:


„Du hast versagt. Es ist vorbei. Du wirst es nicht mehr schaffen.“


Ich machte eine richtige social media pause.

Fast ein halbes Jahr war ich kaum da.


Nicht, weil ich keine Ideen hatte.

Sondern, weil ich innerlich müde war.

Ich dachte so oft:

Wie motiviere ich mich, wenn sich alles wie ein Ende anfühlt?



Rechtliches & Alltag: Eine Zeit, die mich gebrochen hat – und geformt hat

Dann kam eine Phase, die ich nur allgemein beschreibe – aus Respekt und weil es rechtlich sensibel ist:


Es gab ein Thema mit dem Vater meiner Kinder.

Es ging um Betreuung, um Gerichtstermine, um Entscheidungen, die ein Leben komplett auf den Kopf stellen.


Und ja – plötzlich wurde das, was ich online aufgebaut hatte, gegen mich verwendet.

Mit dem Vorwurf, es hätte meinen Kindern geschadet.


Es ging vor Gericht.

Und dort wurde mir klar gesagt: Alles muss weg.


Ich war ehrlich: Ich wusste damals nicht, wie ernst dieses Thema ist.

Viele machen es. Es wirkt normal.

Aber ich habe verstanden:


Nur weil etwas verbreitet ist, heißt es nicht, dass es sicher ist.


Am Ende war mein Ziel nur noch:

Ruhe. Schutz. Sicherheit.


Das war die härteste Zeit meines Lebens – emotional und organisatorisch.

Und ich war nicht nur „Content Creatorin“.

Ich war eine Mama, die funktionieren musste.


Eine alleinerziehende Mutter (oder gefühlt wie eine) kennt das:

Du kämpfst, während du trotzdem alles am Laufen hältst.


Was mich gehalten hat: Glaube & Lernen

Was mich gehalten hat, war mein Glaube an Gott an das Leben.

Und etwas anderes, das mich gerettet hat:

Lernen.


Ich habe angefangen zu studieren (IT / Online Marketing Consulting).

Nicht, um dir jetzt Marketing zu erklären.

Sondern weil Lernen mir gezeigt hat:

Ich bin nicht am Ende. Ich kann neu anfangen.


Eine Dozentin sagte zu mir einen Satz, den ich nie vergessen werde:

„Du bist wie ein Diamant. Man muss dich nur schleifen.“


Und plötzlich verstand ich:

Was ich aufgebaut habe, war nicht Glück.

Nicht Zufall.

Es war Fleiß, Wiederholung, Gefühl für Menschen – und echte Erfahrung.


Mein Neustart: Ich bin wieder da – und diesmal als ich selbst

Ich bin heute ein neuer Mensch – in drei Worten:

mutig, entschlossen, organisiert.


Und meine Botschaft ist nicht „perfekt sein“.

Meine Botschaft ist:

Du kannst fallen – und trotzdem wieder aufstehen.


Ich habe lange mein Leben um andere gebaut.

Um die Kinder. Um das Funktionieren.

Und ich habe mich selbst oft hinten angestellt.

Heute weiß ich:


Ich darf auch an mich denken.

Ich darf wachsen.

Ich darf einen Neuanfang starten – und dabei trotzdem Mama bleiben.


Und wenn du gerade das Gefühl hast, du steckst fest…

wenn du dich fragst „wie fange ich ein neues Leben an?“

dann will ich dir sagen:


Du musst nicht alles heute lösen.

Aber du kannst heute die Richtung ändern.


Vielleicht kann ich mein Schicksal heute nicht ändern –

aber ich kann die Richtung meines Lebens ändern.

Und genau das mache ich jetzt.


2 Bücher, die ich in dieser Zeit wirklich empfehlen kann

In dieser Zeit hat mir Lesen extrem geholfen – besonders abends, wenn endlich Ruhe war.


Sehr stärkend, gerade wenn du müde bist, aber weitergehen musst.


Hat mir geholfen, mein Warum wiederzufinden – in einer Zeit, in der ich mich verloren fühlte.


💡 Mini-Mama-Tipp:

Wenn du abends lesen willst, ohne das ganze Zimmer zu beleuchten: Eine kleine Leselampe fürs Buch ist Gold wert.


Schluss

Wenn du bis hier gelesen hast: Danke.

Vielleicht warst du neugierig. Vielleicht hat dich etwas berührt. Vielleicht erkennst du dich wieder.


Ich bin zurück.

Nicht perfekt – aber echt.

Und diesmal: mit Herz. Und mit Grenzen.

 
 
 

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